Brandschutzinformation

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Ende 2015 müssen Rauchmelder in allen niedersächsischen Wohnungen und Häusern eingebaut sein.

Sie sind klein, meistens weiß, hängen an der Decke und mit ihrem schrillen Piepton holen sie jeden aus dem Schlaf: Rauchmelder. Für Neu- und Umbauten sind sie bereits seit dem 1. November 2012 in Niedersachsen Pflicht. Für bestehende Wohnungen verstreicht die Frist Ende des Jahres. Niedersachsen ist damit das letzte norddeutsche Bundesland, das die Rauchmelderpflicht umsetzt.

Was muss man als Hauseigentümer beachten?

Bis zum 31. Dezember 2015 müssen alle Häuser und Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Die Pflicht gilt für alle Schlaf- und Kinderzimmer und Flure, die auch als Rettungsweg dienen. Für den Einbau ist immer der Eigentümer zuständig, das gilt auch, wenn die Wohnung vermietet ist – die Mieter müssen sich aber darum kümmern, dass die Melder funktionieren. Die Kosten können Vermieter an ihre Mieter weiterreichen. Die Behörden werden nicht flächendeckend nach Verstößen kontrollieren. Wenn es jedoch brennt und kein Rauchmelder angebracht war, kann es Ärger mit der Versicherung geben.

In Niedersachsen läuft Rauchmelder-Installation schleppend

Nach Einschätzungen der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ bewegt sich in Niedersachsen nicht viel. Liegen könnte es daran, dass in Niedersachsen viele Eigentümer selbst in ihren Häusern leben – gerade auf dem Land. Viele scheinen von der Regelung noch nichts mitbekommen zu haben. Natürlich gibt es aber auch diejenigen, die meinen, dass es auch ohne Rauchmelder gehe, sagt Uwe Quante, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes: „Viele Menschen, mit denen ich mich unterhalte, glauben, dass sie einen leichten Schlaf hätten, den Rauch riechen und die Feuerwehr alarmieren könnten. Genau das ist der Trugschluss.“ Die Vermieter und Wohnungsunternehmen sind jedoch meistens gut informiert und würden die Wohnungen jetzt schon ordentlich ausrüsten.

Piepen – auch ohne Notfall

Jeder, der schon Rauchmelder an der Decke hängen hat, kennt wahrscheinlich das Piepen der Geräte, auch wenn es keinen Notfall gibt. Das Risiko verkleinern kann man, indem man beim Kauf des Rauchmelders auf die Qualität achtet. Ein „Q“ auf der Packung zeigt an, dass das Modell getestet ist und über Jahre ohne Probleme funktionieren sollte. Außerdem sollte ein Melder nicht in Küche und Bad angebracht werden, um Fehlalarme zu vermeiden. Rauchmelder sind relativ billig: Das günstigste Gerät kostet 10 Euro. Das teuerste circa 50 Euro pro Stück.

Der Deutsche Feuerwehrverband und weitere Brandschutzorganisationen haben weitere Informationen rund um Rauchmelder, Kauftipps und die Gesetzgebung zusammengetragen.